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| Sommer vorm Balkon | | | Genre:Komödie | Kinostart:5. Januar 2006 | Freigabe:ab 12 Jahren | Länge:110 Minuten / 3018 Meter | Bildformat:Breitwand Wide-Screen (1,85:1) | Verleih:X-Verleih | | | Homepage |
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Meinung der Redaktion
Ein Realityfilm natürlich aus deutscher Produktion, und zwar einer der besseren. Denn obwohl er durchaus bedrückende Erfahrungen wie aus dem richtigen Leben zeigt, behält er doch durchweg eine erfrischende Leichtigkeit und Fröhlichkeit, oft durchsetzt von bitterer Satire auf das reale Leben. Die Hauptdarsteller sind etwas hübscher und lockerer als der "reale Durchschnitt", aber in einem Kinofilm darf das ruhig so sein. Sein sommerlicher Charakter wirkt so völlig konträr zur winterlichen Startwoche und macht Lust auf die wärmere Jahreszeit. Ob das Absicht war bleibt wohl das Geheimnis von X-Verleih.
Mitwirkende
Film-Crew: Andreas Dresen (Regie), Andreas Höfer (Kamera), Jörg Hauschild (Schnitt). Kreation: Wolfgang Kohlhaase (Buch), Pascal Comelade (Musik). Darsteller: Inka Friedrich (Katrin), Vincent Redetzki (Max), Andreas Schmidt (Ronald), Stephanie Schönfeld (Tina), Nadja Uhl (Nike), Hannes Stelzer (Herr Neumann), Christel Peters (Helene), Kurt Radeke (Oskar).
Inhalt
Ein Sommer in Berlin. In einem alten Mietshaus wohnen die Freundinnen Katrin (Inka Friedrich) und Nike. Nike hat einen Balkon, Katrin hat einen Sohn, Ronald fährt einen Truck, Tina ist Kellnerin, Oskar und Helene sind alt und allein. Ob mitten im Leben oder fast am Ende, sie alle fragen sich das Gleiche: Dauert die Liebe über die Jahreszeiten? Oder ist sie nur ein Botenstoff im Hirn, der kommt und geht? Nike wohnt oben im Haus und Katrin unten, mit offenen Fenstern. Nike kümmert... sich um Oskar und Helene und um jemand, der seinen Namen nicht mehr weiß. Katrin rennt sich die Hacken ab nach Arbeit. Ihr Sohn Max rennt in alten Turnschuhen in sein erstes Unglück. In unsicheren Verhältnissen ist der Balkon ein sicherer Ort. Doch eines Tages nimmt Ronald dort Platz, der als Mann alles richtig macht und vieles falsch. Wo geht Katrin hin? Jeder braucht einen anderen, wenn der Mond auf die Stadt scheint. Es wird gelebt und gestorben, und es ist immer noch Sommer in Berlin. mehr.
Kritiken
Hart aber herzlich - deutsche Wirklichkeit. Mal ehrlich, welcher Mann wird bei einem Anblick wie dem von Nadja Uhl nicht schwach? Mit ihren Reizen wird in Sommer vorm Balkon jedenfalls nicht gespart. So richtig glaubwürdig ist ihre Einsamkeit also nicht. Ähnliches gilt für Inka Friedrich. Natürlich wissen wir, dass ein Film auch von ein paar Hinguckern lebt, relativieren es und ... nehmen es einfach hin. Das Umfeld und die Handlung sind dafür erschreckend lebensnah. Freundschaft, Einsamkeit, Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit, Enttäuschung, Depressionen, Sehnsucht, Zuneigung, Abneigung, Lügen, Sex, eben deutsche Lebenswirklichkeit im Jahr 2005. Damit es aber nicht zu langweilig wird, ist das Ganze mit einer gehörigen Portion herzlichem Humor versetzt. Aus diesen Zutaten entstanden ist eine sehr schöne Reality-Komödie, in der sich jeder Zuschauer irgendwo selbst wiederfinden und trotzdem darüber lachen kann. mehr. (  / gw/9.11.05)
Großes Kino vor der Nase. Würde man die verschiedenen Möglichkeiten die Sommermonate zu verbringen auf einer Skala von 1 bis 10 besetzen, es stünde wohl der Urlaub auf den Malediven ganz oben auf der Liste. Da fällt es dem Balkon schwer in Sachen Erlebnisse und Abenteuer mitzuhalten. Sommer vorm Balkon jedoch beweist das Gegenteil und zeigt auf nüchterne und ... ebenso einfühlsame Weise, dass die großen Gefühle nicht in der Ferne sondern direkt vor der Nase passieren. Regisseur Andreas Dresens, der bereits mit Nachtgestalten (1999) und Halbe Treppe (2002) die liebenswürdigen und leidenden Momente des ganz normalen Lebens auf die Leinwand brachte, erzählt in seinem neuesten Streich die Geschichte zweier Berlinerinnen auf der Suche nach Liebe und dem Gefühl, mit ihrem Lebensentwurf das Glück gefunden zu haben. Dabei scheint es, er hätte seine Helden direkt von gegenüber aufgegabelt. Diese beweisen in ihrem Kampf gegen die Welle der Arbeitslosigkeit und ungeheilte Verletzungen, ebenso wie mit ihrer Konsequenz bezüglich der Verteidigung der eigenen Lebensmuster eine menschliche Größe, die man in Hollywood-Streifen zumeist vergeblich sucht. Mit Berliner Schnauze, berührend glaubhafter Darstellung und zahlreichen gefühlvollen Zwischentönen spielen sich Nadja Uhl und Inka Friedrich mal holterdiepolter, mal leise in Lachmuskeln und Augenwinkel der Kinobesucher. Dresen zeigt, dass sich der Stoff aus dem großes Kino gemacht wird, direkt vor den Augen abspielt und versieht die Darstellung der Situationen der Hauptakteure geschickt mit einer Spiegelung in die Probleme der jüngeren und älteren Generationen. Humor, Hoffnungen und Herzschmerz lassen sich aus keinem Kontext heraus einfühlsamer und liebenswerter schildern als unmittelbar aus dem Alltag, denn genau da liegt ihre Quelle. Und so verwundert es nicht, dass Sommer vorm Balkon bereits den Bayrischen Filmpreis stolz vor sich her tragen kann. Bliebe nur noch zu wünschen, auch Frühling, Herbst
und so weiter so pur und unverfälscht vom Balkon aus zu erleben. mehr. (  / scp/18.1.06)
Forum zum Film
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Weblinks
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Bewertung
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| Action: |  | (5) | | Anspruch: |  | (5) | | Erotik: |  | (5) | | Humor: |  | (5) | | Spannung: |  | (4) | | Story: |  | (5) | | Film: |  | (6) | |  | | eigene Bewertung | Hier darf differenziert und sogar mit 0 Sternen bewertet werden! | | Bewertungs-Skala: |  | absoluter Flop |  | ziemlich schlecht |  | untere Mittelklasse |  | obere Mittelklasse |  | sehr gut |  | Top-Ausnahme |
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Pro
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 | verrückt wie das wirkliche Leben |  | locker, witzig, überdreht |  | Fantasievolle Liebeskomödie |
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Kontra
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 | ein wenig zu sehr auf das weibliche Publikum zugeschnitten |
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Arthousemeter
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Mainstream 65% |  | Arthouse 35% |
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Einzelbewertungen
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| Action: | | 5 | | Anspruch: | | 5 | | Erotik: | | 5 | | Humor: | | 5 | | Spannung: | | 4 | | Story: | | 5 | | Film: | | 6 | | Summe aller Bewertungen: | 35 |
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Filmstatistik
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| Die Nutzermeinung ist einig: Dieser Film sei überdurchschnittlich. | | arithmetisches Mittel: | 3,84 | | Standardabweichung: | 0,42 |
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