Als Venice noch herunter gekommen und Skateboarden unbekannt war. "Dogtown Boys" ist kein Film für jedermann. Wer sich jedoch für die von den Nachwehen der Hippiekultur beeinflussten Surferkultur und die Anfänge der daraus entstandenen Skateboardkultur interessiert, der wird von diesem Film begeistert sein. Für jeden Skateboarder ist er sowieso Pflicht. Für denjenigen, der Venice Beach in den letzten zwanzig Jahren besucht hat, wird die herunter gekommene Umgebung des Films eine Überraschung sein. Doch offenbar ist dies sehr realitätsgetreu den 70ern nachgestellt worden. Die Reste des von Abbot Kinney nach der Ortsgründung errichteten Vergnügungsparks sind darin noch einmal zu sehen. Beginnend als Insidersport übernimmt bald die Kommerzialisierung - schließlich ist man ja in den USA. Wie dies die "Lords of Dogtown" langsam auseinander treibt und wie sie sich so sehr unterschiedlich entwickeln, ist sehr glaubhaft, ja geradezu beängstigend dargestellt. Der Film ist hervorragend inszeniert und die Schauspieler gehen voll in ihrer Rolle auf. Die Caster haben gute Arbeit geleistet. Ebenso die Requisiteure. Insgesamt ein Film, der gut die damalige Stimmung zu transportieren vermag. Man muss sich eben nur dessen bewusst sein, dass dieser Film in gewisser Weise dokumentarischen Charakter trägt und sich nicht unbedingt ans breite Publikum wendet. (

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gw/18.8.05)